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Richtlinien zum Bewerten von Software DRM-Lösungen
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Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, in Ihrem Unternehmen eine Software Digital
Rights Management- (DRM-)Lösung einzusetzen, haben Sie mehrere Optionen: den Schutz
Ihrer Software vor Plagiaten, den Schutz geistiger Eigentumsrechte am Code und den
Datendateien Ihrer Software und die Einführung flexibler Lizenzmodelle für Ihre
Software.
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Auf welche Leistungsmerkmale und Funktionen sollten Sie beim Vergleich von Software-DRM-Lösungen
besonders achten?
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Moderne Software-DRM-Lösungen decken mehrere Aspekte ab. Hardwarebasierte Schutz-Keys,
auch „Dongle“ genannt, bieten zuverlässigen Schutz vor illegalen Raubkopien und
Speicherkapazität für Lizenzen und andere Daten. Softwarebasierte Keys können ebenfalls
für den Schutz vor Plagiaten und die Einhaltung von Lizenzbedingungen eingesetzt
werden. Die Software muss jedoch von der Hardware des Anwenders „unter Verschluss“
gehalten werden, z. B. durch Enveloping und Integrieren der DRM-API-Kommunikation
in den Quellcode. Beide Methoden lassen Ihnen ausreichend Implementierungsspielraum
und schützen Ihr geistiges Eigentum.
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Beim Bewerten von Software-DRM-Lösungen empfehlen wir Ihnen, folgende Parameter
zu berücksichtigen:
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Sicherheit: Software-Schutz-Keys
– egal, ob Dongle oder softwarebasierte Keys – müssen Sicherheitsfunktionen beinhalten,
die Ihre Software effektiv vor Raubkopien schützen. Idealerweise sollte die Lösung
mit Standardverschlüsselungsmethoden, wie AES, arbeiten. Die Verwendung eindeutiger
Verschlüsselungs-Keys für mehrere Ausführungen derselben Software hat sich als sicherer
erwiesen als ein einziger Verschlüsselungs-Key. Dongle, die Daten an den Host-Computer
übertragen müssen, sollten vor gewalttätigen Übergriffen, Diebstahl und der Emulation
von Daten, die zwischen Ihrem Produkt und dem Hardware-Key ausgetauscht werden,
geschützt sein.
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Support in allen Softwareproduktphasen:
Bisher galt Software-DRM als Komponente der Softwareentwicklung. Mittlerweile werden
Software-DRM-Lösungen jedoch in vielen Unternehmensabteilungen eingesetzt, u. a.
Engineering, Marketing, Vertrieb, Bestellungseingang, Fertigung und Kundendienst.
Sie sollten sich daher nach einer Lösung umsehen, die alle Softwareproduktphasen
unterstützt, sich vielfältig einsetzen lässt und trotzdem einheitlich konzipiert
ist und den selektiven Zugriff auf Funktionen durch designierte Anwender in Ihrem
Unternehmen ermöglicht.
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Schutz des geistigen
Eigentums: Geistiges Eigentum (Intellectual Property, IP) macht über 80 %
des typischen Marktwerts von Softwareunternehmen aus. Daher ist es wichtig, dass
die Software-DRM-Lösung umfassenden Schutz für Ihr geistiges Eigentum – einschließlich
aller unternehmenseigenen Algorithmen und sonstiger, im Objektcode eingebetteter
Geschäftsgeheimnisse – bietet. Die Lösung sollte mit einer robusten, automatischen
Enveloping-Technologie arbeiten, die integrierte Anti-Debugging-Funktionen und Codeverschlüsselungsmechanismen
beinhaltet. Diese Art von IP-Schutz ist besonders bei der Verwendung von .NET oder
anderem Code wichtig, der auf einem virtuellen Computer ausgeführt wird und daher
besonders anfällig für Missbrauch ist. Die Software-DRM-Lösung sollte auch in der
Lage sein, Bibliotheksdateien und ausführbare Dateien zu schützen.
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Kompatibilität:
Für Dongle bereitgestellte Treiber müssen mit einer Zertifizierung von Microsoft
versehen sein, um die Kompatibilität mit den neuesten Betriebssystemversionen zu
gewährleisten.
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Vielseitigkeit:
Evaluieren Sie die Software-DRM-Lösung im Hinblick auf die Vielseitigkeit und die
Funktionen, die für den Support vieler Umgebungen, Plattformen und Netzwerke, einschließlich
API-Typen, Betriebssystemplattformen und Netzwerkprotokollen, erforderlich sind.
Außerdem sollte die Lösung Änderungen des Lizenzierungs- und Distributionsmodells
zulassen, sowie den Umstieg von Dongle auf softwarebasierte Schutz-Keys, ohne dass
der Softwarecode hierfür umgeschrieben werden muss.
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Netzwerksupport:
Bewerten Sie die Funktionen, Merkmale und Benutzerfreundlichkeit der Software-DRM-Lösung
beim Einsatz in einer Netzwerkumgebung. Lizenz- und Anwenderverwaltungsfunktionen
sollten unbedingt für eine zentrale Überwachung von Netzwerklizenzen und Schutz-Keys
ausgelegt sein. Eine zentrale Verwaltungskonsole, die alle Lizenzen und Lizenzserver
in der Anwenderorganisation anzeigt, macht es viel leichter, Probleme mit der Verfügbarkeit
von Lizenzen und Einhaltung von Lizenzbedingungen zu ermitteln und zu beheben.
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Lizenzierungsfunktionen:
Die Software-DRM-Lösung sollte Ihre Geschäftsziele und die wachsenden Anforderungen
Ihrer Kunden an flexible Lizenzierungs- und praktische, elektronische Softwarevertriebsoptionen
berücksichtigen. Der künftige Remote-Upgrade von Lizenzen sollte ebenfalls möglich
sein. Updates müssen sicher sein. Bei der Verwendung von Dongles sollten die Lizenzierungs-
und Update-Daten so weit wie möglich in der Hardware eingebettet sein, da dies die
sicherste Lösung ist.
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Trennung von Schutz und
Lizenzierung: Bei diesem Lösungsansatz wird Ihre Software nur einmal geschützt,
anschließend können jedoch viele unterschiedliche Softwareprodukte sicher bereitgestellt
werden. Sie brauchen nur einmal eine starke Softwareschutzlösung zu implementieren.
Produktadministratoren können dann während der gesamten Lebensdauer des Softwareprodukts
ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand jederzeit beliebige Lizenzierungsmodelle anwenden.
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