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Fünf falsche Annahmen im Bezug auf Softwareschutz
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- Softwarepiraterie schadet niemandem.
- Der Schutz vor Raubkopien macht Software teurer.
- Softwareschutz behindert legitime Anwender.
- Billige Software wird nicht kopiert.
- Jedes Sicherheitssystem lässt sich knacken. Schutz ist daher sinnlos.
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1. Softwarepiraterie schadet niemandem.
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Nichts könnte weniger der Wahrheit entsprechen. Laut Branchenstatistiken kostet die illegale Nutzung von Software Entwickler weltweit über 50 Milliarden Dollar pro Jahr an Umsatzverlusten. Davon entfallen allein 10 Milliarden Dollar auf Nordamerika. In Mittel- und Osteuropa beträgt die illegale Softwarenutzung durchschnittlich 66%. In einigen asiatisch-pazifischen und osteuropäischen Märkten sind über 90% der Software nicht lizenziert.
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2. Der Schutz vor Raubkopien macht Software teurer.
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Ganz im Gegenteil: Die Kosten des Softwareschutzes sind im Vergleich zu den Gewinneinbußen, die Entwicklern durch Softwarepiraterie entstehen, verschwindend gering. Durch den Schutz von Software und die damit verbundenen Gewinnsteigerungen können Entwickler bessere Software zu attraktiven Preisen anbieten. Natürlich würde nicht jeder Anwender, der derzeit Software kopiert, diese sofort legal erwerben, wenn sie geschützt wäre. Und es kann auch gut möglich sein, dass der Schutz einige potenzielle Käufer abschreckt. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass die Investition in Softwareschutz sich in den meisten Fällen in Form von Umsatz- und Gewinnsteigerungen mehr als bezahlt macht.
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3. Softwareschutz behindert legitime Anwender.
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Die neuen, komplizierteren Methoden, Software vor Raubkopien zu schützen – HASP ist ein führendes Beispiel – behindern legitime Anwender nicht, sondern bieten sogar Vorteile. Der Schutz verbürgt die Unversehrtheit der Software. Anwender können sich darauf verlassen, dass die Software nicht modifiziert werden kann. Da Entwickler höhere Gewinne erzielen, können sie Anwendern bessere, qualitativ hochwertigere Software anbieten. Große Unternehmen, die für die erworbene Software haftbar sind, sind natürlich besonders daran interessiert, die nicht autorisierte Verbreitung ihrer Software zu unterbinden. Oftmals verlangen sogar die Anwender, dass Software vor der illegalen Nutzung geschützt wird, die das Unternehmen gefährden könnte.
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4. Billige Software wird nicht kopiert.
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Gegen den Schutz von Software wird häufig folgendes Argument ins Feld geführt: „Software muss einfach billiger werden. Billige Software wird nicht kopiert, und es können viel mehr Softwareprodukte verkauft werden.“ So einfach ist das jedoch nicht. In die Entwicklung eines Softwareprodukts muss viel Zeit und Geld investiert werden. Außerdem ist der Entwicklungsprozess nie wirklich abgeschlossen. Entwickler investieren heute in die Märkte von morgen. Das Argument, dass billige Software nicht kopiert wird, ist nicht haltbar. Sie brauchen sich bloß ein paar Computer anzusehen und werden feststellen, dass gerade die billigeren Programme kopiert werden.
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5. Jedes Sicherheitssystem lässt sich knacken. Schutz ist daher sinnlos.
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Nur der erste Teil dieser irrigen Annahme ist zutreffend: Jedes Sicherheitssystem für Software lässt sich knacken, genauso wie jedes Schloss oder jede Tür aufgebrochen werden kann. Der Sinn von Schutz vor Raubkopien ist jedoch, ein Softwareprodukt für einen angemessenen Zeitraum zu schützen. Software kann nicht für immer geschützt werden, aber lange genug – d. h. bis zur Veröffentlichung einer neuen Produktversion. Die neue Version wird dann erneut geschützt, und zwar mit einem System, dass mittlerweile ebenfalls verbessert wurde, um ein lange, gewinnbringende Vertriebslebensdauer der geschützten Anwendung zu gewährleisten.
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